Schmerzsetting

 

Unser Schmerzsetting richtet sich an Patienten mit langanhaltenden Schmerzen, welche nicht hinreichend durch eine körperliche Störung erklärt werden kann. 

 

Er tritt in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen auf, denen die Hauptrolle für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen zukommt. Die Folge ist meist eine beträchtlich gesteigerte persönliche oder medizinische Hilfe und Unterstützung. Des Weiteren können Patienten mit Kopfschmerz vom Spannungstyp (G44.2), nicht näher bezeichneten Rückenschmerzen (M54.9) sowie Gesichtsschmerzen, die auf Muskel- und Gelenkbeschwerden zurückgeführt werden können, in das Therapieprogramm aufgenommen werden. 

 

Auch hier werden anhand der Überlebensregel die relevanten Faktoren, die zur Entstehung des chronischen Schmerzsyndroms geführt haben und es aufrechterhalten, mit dem Patienten erarbeitet und nach alternativen, funktionaleren Strategien zur Bedürfnisbefriedigung (z.B. Zuneigung, Aufmerksamkeit) gesucht. Im Rahmen der Psychoedukation werden die physiologischen Grundlagen wie „Schmerzgedächtnis“ vorgestellt, Schmerztagebücher geführt und bspw. das Konzept des Pacings vorgestellt, was unter Anleitung der Physiotherapeuten v.a. im Wasser praktisch umgesetzt wird. In der Körpertherapie wird ein bewussteres Wahrnehmen der Emotionen, Bedürfnisse und Grenzen geübt. 

 

Unsere Beratung zur leitliniengemäßen Psychopharmakotherapie ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Schmerz-Settings.