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schmerzstörungen akutpsychosomatik

Privatklinik für Schmerzstörungen

Bei der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (nach ICD-10 Klassifikation psychischer Erkrankungen) ist das vorherrschende Symptom ein andauernder, starker und quälender Schmerz, der mindestens seit sechs Monaten besteht und der nicht hinreichend durch eine körperliche Störung erklärt werden kann. Er tritt in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen auf, denen die Hauptrolle für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen zukommt. Die Folge ist meist eine beträchtlich gesteigerte persönliche oder medizinische Hilfe und Unterstützung.
Unser stationäre psychosomatisches Schmerz-Setting wurde für v.a. für Patienten mit langer Schmerzdynamik und teilweise vielen erfolglosen chirurgischen Eingriffen entwickelt. Des Weiteren können Patienten mit Kopfschmerz vom Spannungstyp (G44.2), nicht näher bezeichneten Rückenschmerzen (M54.9) sowie Gesichtsschmerzen, die auf Muskel- und Gelenkbeschwerden zurückgeführt werden können, in das Therapieprogramm aufgenommen werden. Der Fokus liegt hierbei auf der Erarbeitung des Umgangs mit dem Schmerz, wie ein Leben trotz Schmerz und Beeinträchtigung möglich ist. Zusammenhänge zwischen körperlichen Symptomen und Belastungen/Stressoren werden mit dem Einzeltherapeuten eruiert und Übungen vereinbart, die möglichst schmerzfrei umsetzbar sind. Dieser Ansatz wird „Pacing“ genannt und hilft, einerseits wieder positive Körpererfahrungen zu machen und andererseits dadurch das Schmerzgedächtnis „überschrieben“ werden.

Auch bei diesem Störungsbild werden anhand der Überlebensregel (SBT und EAT) die relevanten Faktoren, die zur Entstehung des chronischen Schmerzsyndroms geführt haben und es aufrechterhalten, mit dem Patienten erarbeitet und nach alternativen, funktionaleren Strategien zur Bedürfnisbefriedigung (z.B. Zuneigung, Aufmerksamkeit) gesucht. Im Rahmen der Psychoedukation werden die physiologischen Grundlagen wie „Schmerzgedächtnis“ vorgestellt, Schmerztagebücher geführt und bspw. das Konzept des Pacings genauer vorgestellt, was unter Anleitung der Physiotherapeuten oder Körpertherapeuten u.a. auch im Wasser praktisch umgesetzt wird. In der Körpertherapie wird aber auch ein bewussteres Wahrnehmen der Emotionen, Bedürfnisse und Grenzen geübt.
Aufgrund des Risikos eines Schmerzmittelübergebrauchs ist unsere Beratung zur leitliniengemäßen Psychopharmakotherapie ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Schmerz-Settings.

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